Wolfgang Böhmers ergreifende Erzählung und Kunstwerke in der medalp

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Im Rahmen der medalpGalerie war Wolfgang Böhmer  eingeladen, über seine Arbeit als Krisen- und Kriegsjournalist, über die Reisen an jene Punkte der Welt, an die niemand will, und das Licht zwischen den Schatten zu erzählen. Und seine Kunstwerke, die er ExPics nennt, zu zeigen, die auch als Instrumentarium zur Verarbeitung seiner Erlebnisse funktionieren. Die ExPics bringen zum Ausdruck, was das gesprochene oder geschriebene Wort nicht mehr zu deuten vermag.

Böhmer hat in fesselnder Weise Geschichten hinter seinen Kunstwerken erzählt. Es sind, so Böhmer, die existenziellen Erfahrungen, die in existenzielle Bilder münden und zusammen mit seinen Fotos aus den Krisen- und Kriegsgebieten die Tragik vieler Menschenleben verdeutlichten. Auf den Trümmern des Tsunami stehend oder durch die hoffnungslose Sahelzone reisend, alleine als Journalist auf einem Flugzeugträger auf das nächste menschenzerstörende Einsatzkommando wartend oder das Chaos auf dem Ground Zero von 9/11 miterlebend, stimmte immer wieder besonders nachdenklich. Böhmer wirft immer wieder Fragen auf, die kaum Antworten erhoffen lassen. Und die da und dort trotz der Tragik ein Quantum Hoffnung erahnen lassen, weil überall Menschen  aktiv sind, die an Zukunft glauben.

Die zahlreichen Besucher der Vernissage, die Geschäftsführer und Ärzte der medalp, Luis Schranz, Hermann Köhle und Manfred Lener waren sichtlich beeindruckt von den Bildern und den Geschichten dahinter.

Stefan Schranz, der durch den Abend führte, zollte großen Dank ob der beeindruckenden Momente, die uns Wolfgang Böhmer mit in den Advent gibt.

Mögen sie die existenziellen Erfahrungen eines jeden Einzelnen hervorbringen, um in dieser Retrospektive trotz der vielerorts fragilen Bedingungen an der Zukunft festzuhalten.

Die Veranstaltung

Die Bilder