So funktioniert die Rettungskette beim Skiunfall – blog55

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Dr. Hermann Köhle, Gründer und Geschäftsführer der medalp. Anästhesist und Notarzt. ❱❱ Das erste Glied der Rettungskette entscheidet wesentlich über den weiteren Ablauf. ❰❰

Passiert ein Unglück am Berg oder auf der Piste, greift ein Regelwerk, das aus einer Kette von aufeinander abgestimmten Aktionen besteht. Die handelnden Personen der Rettungskette müssen dafür sorgen, dass der Verletzte sicher und schnellstmöglich adäquate Hilfe bekommt. Es ist ein fein abgestimmtes System, in welchem jede Aktion die nachfolgenden Maßnahmen auslöst.

Aber was ist zu tun, wenn man zu einem Skiunfall kommt?

Ein Skifahrer kommt zu Sturz. Nun ist es erstens die Aufgabe seiner Begleiter oder nachkommender Personen, ihm zu Hilfe zu kommen und die Unfallstelle oberhalb des Verletzten abzusichern. Zweitens: Wenn der Gestürzte verletzt ist, ist entweder die Bergbahn bzw. die Pistenrettung zu informieren oder direkt der Notruf zu wählen. Deshalb gilt: die Pistenrettungs- oder Notrufnummer parat zu haben oder, weil auf den meisten Skipisten auch Skilehrer unterwegs sind, die in der Regel die entsprechende Nummer kennen, diesen  zu beauftragen, die erste Hilfe anzufordern.

Drittens  entscheidet der Pistenretter, ob er den Verletzten selbst abtransportieren kann, die Verletzung also nicht gravierend ist, oder ob die Flugrettung alarmiert wird, erklärt medalp-Geschäftsführer Hermann Köhle, der selbst als Flugarzt tätig ist.

Ist die Verletzung nicht gravierend, wird er von der Pistenrettung ins Tal und von dort mit dem Rettungswagen zum ortsansässigen Arzt gebracht. Dieser entscheidet dann über das weitere Vorgehen.
Kann der Patient hingegen nicht von der Pistenrettung transportiert werden, wird die Flugrettung verständigt. Der eintreffende Flugarzt entscheidet über das weitere Vorgehen, wobei immer das nächstgelegene Krankenhaus angeflogen wird, welches zur Behandlung der Verletzungsart geeignet ist und über freie Ressourcen verfügt.

Hinzu kommt, dass viertens Anzeige erstattet werden soll, wenn mehrere Personen am Unfall beteiligt und verletzt sind. Nichtzuletzt ist dieser Punkt für eine reibungslose Versicherungsaklärung wichtig und erspart viele Unklarheiten, die ansonsten erst am Tag danach aufkommen.

 

Anja Sailer, Sandra Kathrein, Marlen Sonderegger und Silvia Zegg der HLW Landeck haben im Rahmen ihrer Projektarbeit dieses Erklärvideo zum Thema „Rettungskette – Pistenunfall“ erstellt.

VOM ERSTEN BIS ZUM LETZTEN
Die gesamte Kette beruht auf der ersten Aktion – jener Person, die den Verletzten zuerst antrifft und sodann richtig reagieren muss. Das erste Glied der Rettungskette entscheidet also darüber, ob schnell die richtigen Maßnahmen getroffen werden oder ob kostbare Zeit verstreicht, bis professionelle Hilfe geleistet werden kann.

ONE STOP SHOP – ALLES UNTER EINEM DACH
Ist der Verletzte dann im Krankenhaus, werden vom Rettungsteam die bis dahin ermittelten Daten übergeben und weitere Patienteninformationen erfasst, um einen reibungslosen Ablauf im Falle eines Krankhausaufenthaltes ingangzusetzen. Entsprechend dem One-Stop-Konzept wird in der medalp in Imst, Sölden und Mayrhofen ganzheitliche und fachkompetente Versorgung unter einem Dach angeboten. Speziell bei Sport- und Unfallverletzungen sind eine schnelle Erstversorgung und eine unmittelbare diagnostische Abklärung mittels Röntgen, CT oder MRT für eine unverzügliche Diagnose und den optimalen Verlauf der Behandlung und der Therapie wichtig.

Die Rettungskette – in Bilder

Redakteur: Stefan Schranz, Marketing http://www.medalp.com

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