Florian Lipowitz – Biathlet switcht auf Radsport. blog72

Simon Purtscher, Marc Lipowitz, Dan Lorang, Armin Wierer, Florian Lipowitz, Peter Leo – in der medalp Imst

Florian Lipowitz aus Ulm, 19 Jahre, Biathlet, wohnhaft in Seefeld in Tirol und Schüler im Skigymnasium Stams. Eine schwierige Grundsatzentscheidung steht an. Seit 11 Jahren trainiert Florian Biathlon.

Im Sommer ist das Fahrrad eines seiner Trainingsgeräte.  Immer öfter sitzt er lieber auf dem Sattel. Und immer intensiver wird seine Beziehung zum Rad, zu dieser irgendwie ganz anderen Art der Bewegung.

Wenn Florian erzählt, hört man zwischen den Zeilen, dass ihn schon länger der Gedanke quält, die Sportart zu wechseln. Vom Langlaufski auf das Rad umzusteigen. „Das macht man nicht über Nacht … man muß sich gänzlich umstellen und umdenken … und man kann nur eine Sache intensiv betreiben“, weiß Florian bereits in seinem jugendlichen Alter. 

Vielleicht ergeben sich manche Begegnungen, die solche Entscheidungsqualen mildern, zufällig. Sein Vater Marc spricht zufällig auf einem Parkplatz einer Veranstaltung mit Dan Lorang, der Trainer beim Team BORA Hansgrohe ist. Fast zeitgleich sind die Sportwissenschaftler der medalp Imst und medalp Zillertal, Peter Leo und Armin Wierer als Betreuer in Sachen Leistungsdiagnostik mit dem Tirol Cycling-Team am Werk.

Die Protagonisten in der Szene laufen sich über den Weg, kennen sich ein bisschen und sprechen. … auch zufällig über diesen emsigen Florian Lipowitz, der seine sportliche Zukunft sondiert – so offensichtlich, dass sich alle, denen er positiv aufgefallen ist, auf einen Gesprächs-Termin in der medalp Imst treffen.  Die Runde lernt sich kennen, tauscht Erfahrungen aus und Florian wird durch die Leistungsdiagnostik geschleust. Werte, Laktate, der Screen wird auf die große Wand projeziert… – eben das ganze Programm, das den Profis nicht unbekannt ist. Der Output der Spiroergometrie, die den faktischen Content für künftige Bewerbungen liefert, ein langes Gespräch zwischen Trainer und Wissenschaftler, seinem Vater, dem Sportstudenten Simon Purtscher und dem Marketingmann der medalp, Stefan Schranz verdichten das „JA“ zum Rad, den Wechsel, der Florians Sportzukunft und somit auch seine nächsten Jahre maßgeblich prägen wird.  

Die kompetente Runde ist sich einig, ein Switch vom Schnee auf die Straße ist bei den detaillierten Auswertungen der Spiro gut möglich. Eine Garantie gibt es nicht. Fix ist nur: Die sportliche Leistung von Florian muß auf dem höchsten Niveau angestrebt werden, man muß dieser Entwicklung allerdings Zeit geben. Die Physiologie muß reifen. Und Geist und Seele müssen nachkommen. Nachhaltig funktionieren Spitzenleistungen nur, wenn diese Synchronität nicht aus dem Ruder läuft. Die gute Beziehung zu den Menschen im Umfeld, zum eigenen Team und der Familie ist ein Wesensmerkmal hervorragender Sportler, für die Sport mehr ist als körperliche Performance. Es ist der Stil des Lebens, die Zufriedenheit, die einem zuteil werden kann, wenn man Spitzensport ganzheitlich betrachtet.

All den Älteren am Tisch fällt auf, dass Florian dieses Philosophieren mitnehmen will. Das macht ihn symphatisch. Und seine Bescheidenheit drückt sich durch seinen ehrlichen Dank an die Runde aus. Und dadurch, dass er nur nebenbei erwähnt, dass er den Ötztaler auch als Trainingsrunde fährt.  

Viel Glück, wünscht das Team der medalp und Dan Lorang von BORA Hansgrohe.

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