No Blackout in der medalp. blog61

Martin Gstrein, Technikbeauftragter der medalp, checkt in standardisierten Intervallen die zentrale Notstromversorgung

Drei Tage lang üben diese Woche Vertreter von Ministerien, Länder und anderen Organisationen in Österreich einen großflächigen Stromausfall, ein Blackout. Eine Studie der Joanneum Research Foschungsgesellschaft aus dem Jahr 2015 berichtet, dass die Österreicher auf einen Ernstfall schlecht vorbereitet sind.

Was ist im Falle eines Blackouts in der medalp? Während der Zeit von Operationen oder in der Aufwachphase, in der Patienten elektronisch überwacht werden?

In den Kliniken der medalp läuft permanent ein Parallelbetrieb der Stromversorgung. Heißt, dass zusätzlich zur regulären Stromversorgung eine Batterienfarm ständig Strom liefert, sodass bei einem Blackout die Batterien unverzüglich die Stromversorgung übernehmen. Diese Zentralstromversorgung (ZSV) beliefert vorschriftsgemäß die Operationsräume und den Aufwachbereich, die Erstversorungsräume (Triage) und eine Ambulanzzone.

In Kombination mit den Batterien startet zeitgleich ein großes Dieselagregat, das vor dem Wiedertanken den Betrieb der medalp für 40 Stunden sichert. Gesetzlich sind 24 Stunden vorgeschrieben.

Das Management der Stromversorgung, also das Umschalten bzw. das
Aktivieren der verschiedenen Stromquellen, wird automatisch gesteuert. Warnleuchten signalisieren zusätzlich, wenn die Notstromversorgung aktiv ist.

Bedingt, dass die 10KV-Batterienfarm ständig mitläuft, muß diese nach zehn Jahren ausgetauscht werden, um den hohen Standards zu entsprechen.

Die Sicherheitsvorschriften und der eigene Qualitätsanspruch wiederspiegeln ein kürzlich erhaltenes Feedback einer Patienten, die da schrieb: „Wenn man sich verletzt, sollte man das in Tirol machen“.

Hacking-Day in der medalp

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Vor 15 Jahren wurde die medalp gegründet. Anfänglich wurden zwei Computer verwendet und das Internet war zwar den Kinderschuhen entwachsen aber WLAN überall und immer war damals noch unvorstellbar. Mittlerweile sind in der medalp rund 100 Computer im Einsatz. Viele Anwendungen sind ohne Internet nicht mehr vorstellbar und die Patienten sind natürlich zuhauf mit ihren Handys im Netz.Bei allem Komfort haben die digitalen Werkzeuge auch ihre Besonderheiten, wenn es um sensible Patientendaten geht.

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